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Pressestimmen

"Navigare"

"Wenn drei Spitzenmusiker, die sich nichts mehr beweisen müssen, zusammenkommen, sich auch den einen oder anderen Gast dazu holen, um spezielle Musik zu proben und dann ins Studio gehen, dann können musikalische Perlen entstehen, die, aneinandergefügt, zu einer Perlenkette werden. Und so ist diese CD mehr als nur eine Aneinanderreihung einzelner Musikstücke, sprich Perlen, sondern ergibt als ganzes eine aus zehn Perlen bestehende Kette, die wiederum ein Kunstwerk bildet. Es handelt sich um Musik mit zahlreichen durchdachten ethnischen Einflüssen, die aber doch immer eigenständig bleibt. Es ist Musik, die man sich in Ruhe anhören sollte, wenn möglich, gleich mehrmals. Sie ist gefühlvoll, sie swingt, sie birgt so manche Überraschung und ist doch immer wie aus einem Guss. Man ahnt, welche Konzentration dahintersteckt, dennoch kommt diese Musik leichtfüßig daher. Das zeigt die Könnerschaft der Drei, aber auch die der Gäste, die bei zwei bzw. einem Titel mit dabei sind. Einzelne Titel hervor zu heben will ich jetzt nicht. Wie bei dem Vergleich mit der Perlenkette: jedes Stück ist wertvoll und die Gesamtheit, eben die Perlenkette, bildet ein Art musikalischen Überbau, der gleichsam ein zweites Kunstwerk darstellt. Chapeau!"

Herbert Uhlir
ehemaliger Leiter der ORF Ö1 Jazzredaktion

Lyrisch, geheimnisvoll, exotisch:
Mit einem überaus klangfarbigen Mix aus
Latin-Rhythmen, Osteuropa, Sizilien, Kammermusik, Crazy Country, brasilianische Lebensfreude
und vielem mehr überrascht das Trio.

Werner Rosenberger, Kurier -  Juli 2018

Waidhofen/Ybbs Plenkersaal
Navigare Konzertbericht

Hörgenuss der süßen Leichtigkeit des Seins

Der begnadete Gitarrist Walter Langer, Lokalmatador Karl Schaupp, Star-Saxofonist Wolfgang Puschnig und Percussionist Gerhard Reiter präsentierten am 17. 11. 18 im Waidhofner Plenkersaal ihre aktuelle CD „Navigare“.

Das Quartett gab an diesem Abend Ethno - Stilen und Farben eine kompositorische Gestalt, von denen es seit längerer Zeit inspiriert ist und die sie nun wie eine Landschaft vor dem Hörer ausbreitet haben. Mit warm fließenden, melodiösen Klängen und einer gut abgeschmeckten Prise Easy-Listening-Jazz konnte sich das Publikum auf entdeckungsfreudiges Zuhören einlassen. Es war ein Sound, der Kopf, Herz und Fuß gleichermaßen ansprechen konnte. Lokalmatador Karl Schaupp ist ein feinnerviger Pianist und Keyboarder, der den Vergleich mit so manchen Größen seines Genres nicht zu scheuen braucht. „Chega de Saudade“ von A. C. Jobim spielte er mit besonderer Hingabe. Und Walter/ Valdinho Langer ist ohne Zweifel mit allen Errungenschaften der hohen Gitarrenkunst gesegnet. Seine spanische Gitarre bereichert das Hörvergnügen. Percussionist Gerhard Reiter zeigte seinen Mitstreitern, wie unverzichtbar gekonnte Handarbeit beim Knüpfen des rhythmischen Klangteppichs ist, vor allem bei den Nummern in“ latin vein“, und auch dann, wenn der Sound in keine Schublade passt, sondern zwischen den Stühlen zu lokalisieren ist, in einer Mischung, die jedem Zeitgeist gerecht wird.
Wolfgang Puschnig, Star-Saxofonist aus Kärnten, ließ einen ätherischen, ausgewogenen und doch akzentuiert wirkenden Ton erklingen, der an nichts erinnert außer an Puschnig selbst. Er ist  unverkennbar, auch an der Querflöte. Ausdrucksstark und beweglich. Als Mitglied des Vienna Art Orchestra war ihm die Freiheit des  strukturierten musikalischen Ausdrucks  oberstes Gebot. Bei aller Zurückhaltung schimmert das noch immer durch. Im dezenten Klangsinn bot das Konzert  eine aufrichtige und geschmacksichere Musik überwiegend im Latino- Sound, wobei auch ostische Folklore und indische Passagen eingestreut wurden. Bei der Nummer „Northwards“  wurde der Genre- Kenner ein bisschen an Jan Garbareks Wehmütigkeit erinnert. Walter Langers Ansagen und Erklärungsversuche vor jeder Nummer waren witzig, von dezentem Understatement und feiner Zurückhaltung wie die Musik selbst. Keine Virtuosenshow, kein Wettkampf wurde da geboten, sondern raffinierter, munterer Klangsinn. Das Einverständnis der vier Musiker war so intim, dass die Zuhörer aufmerksam lauschten und dabei aufpassten, ja kein Geräusch zu machen.
Es war ein musikalisches Entdeckungsvergnügen der süßen Leichtigkeit des Seins. Die Vierermannmannschaft hat erstaunliche Einfälle und engagierten Gestaltungswillen. Nichts klang aufgewärmt, sondern nach genießerisch nacherlebbarer Vollwertkost und weiter vom Mainstream entfernt als ein Satellit von der Erde. Musik für feine Ohren!

Robert Voglhuber,  MoMag 18.11.2018

 

 

"The Bright Path"  Ch.Bakonyi jazzzeit
Valdinho Langer ist einer der einfühlsamsten Gitarristen,die es gibt.Kaum ein Saitenkünstler hat ein so untrügliches Gespür für Stimmungen,was natürlich auch heißt,dass er zum gegebenen Zeitpunkt richtig loslegen kann.Langer kann sich auf sein harmonisches und rythmisches Verständnis verlassen.Wenn man dann noch einen Musiker wie Wolfgang Puschnig an seiner Seite hat,kann man noch viel leichter loslassen,miteinander improvisieren und dabei die Kompositionen in einen wunderschönen,spielerischen Mantel hüllen.Karl Schaupp,der Pianist,ist der dritte im Bunde und ein kongenialer Trio Partner."The Bright Path"spart nicht mit romantischen Klängen,die aber nie zu dick aufgetragen sind und Wolfgang Puschnig ist bei diesem Tonträger auch wieder als hervorragender Flötist zu hören.Kammermusikalischer Jazz trifft auf brasilianische,indische,kubanische Musik,interpretiert durch drei hervorragende Musiker.

"Some Of Us"
Am Anfang sind da Rubato-Klänge am Klavier, im farbigen. nuancierten Anschlag an
Keith Jarrett gemahnend, alsbald beschwingt mit der Gitarre konsonante Klanggedanken
austauschend, von Bass und Perkussion angetrieben. Ein Altsaxofon exponiert ein
schlichtes, Riff-artiges Thema und schwingt sich darüber zu elegischen Gesängen auf,
etabliert sich in der expressiven Grundhaltung als Gegengewicht zur meditativen
Klanglyrik der übrigen Instrumente. Es sind poesievolle, kammermusikalische
Stimmungsbilder, die Valdinho Langer auf seinem neuen Album "Some of Us"
choreografiert, atmosphärische Klang-Tableaus an denen auch markante
Flügelhorn - und Akkordeon-Stimmen kräftige Farbspuren hinterlassen, und
die den Hörermit auf die Reise nehmen, ihn in assoziative Klangszenerien in die
Anden, in die Straßen von Rio, ein Pariser Cafe und an manch anderen Ort
führen. Entscheidend war für Langer ist, auch das systematische Erkunden
anderer Kulturen: Der Maghreb, Nahost, Indien, Südostasien, die Karibik, Südamerika
hießen seine primären Reisedestinationen, Don Cherry Oregon, Codona, Stefan Micus
sind entsprechend einige der musikalischen Leitbilder. Damals, in den 70ern, als der
Begriff "Weltmusik" noch nicht korrumpiert war, sondern vielmehr für neue Freiheit
in der Kommunikation mit anderen Kulturen, für die Vision globaler Grenzenlosigkeit
und "Egalite" stand. Eine Vision, der auch Langer im Grunde verhaftet geblieben ist.
Andreas Felber, Jazzzeit


Niederösterreichische Nachrichten

Leo Lugmayr

Weltmusik im Jazzkosmos

Valdinho Langers weltmusik-konzerte haben in ihrer regelmäßigen wiederkehr etwas kometenhaftes.auch in ihrer strahlenden solisten-brillanz und den langen perioden zwischen zwei erscheinungen gleichen sie wandelsternen.das quintett verschmolz von stück zu stück mehr zu einer klangwelt,in der die intelligent gesetzten soloparts eruptiv aufloderten.wie diese fünf musiker kammermusikalisch abgearbeiteten jazz auf  brasilianischen,indischen und kubanischen tabletts servierten,das öffnete eine  eigene und in aspekten neue nische im weltmusikkosmos.über lange und ergiebige improvisationsstrecken rund um monolith w.puschnig woben die fünf konspirativen individualisten genüssliche klangteppiche.ein absolutes Ausnahmekonzert!
Leo Lugmayr

 

Jolie Hakkert / NEW FOLK SOUND (NL)
„Fragments of a journey“ ist ein prächtiges und spannendes kulturelles „Crossover“
Valdinho Langer beherrscht verschiedene Spielarten...
Eine musikalische Weltreise mit da und dort einem Rastpunkt.
Ein besonderes Album, das man lange genießen kann.


  Jazzthing
„Crosscultural“ ist die Musik, „Crosscultural“ die Besetzung und „Crosscultural“ ist auch
das Konzept der kammermusikalischen Platte des Gitarristen Valdinho Langer.
Die Langerschen Reisefragmente wurden im Mittleren und Fernen Osten, in Indien und
Afrika gesammelt. Die Reisebegleiter, u.a. Wolfgang Puschnig, Milton Cardona und David Friesen, sichern hohe musikalische Qualität der Stücke.

"Variety"
dear valdinho!
i really love  your music-congratulation and all the best for future projects
John Zorn


Joachim Ernst Berendt
There is world music and there is world music.When we startet out with it in the 60´s, we didn´t dare dream about how it would develop. There is also world music one would
ideally like to find a new name for because the term „World Music“ has been so offen
misused in the past. Or even better, not to give it any name at all! No label, for this music is beyond all labels....and also counter to labelling. It is exactly that what we had in mind in the beginning: a balanced and rhythmical merging of cultures to the point where it is almost difficult to discern what is coming together here: Indian (through Prakash and Vikash),
Balkan-Oriental, medieval (through Igor), Brazilian (through Valdinho) and some good
timeless Jazz which makes the question, „Is Jazz now In or Out?“ seem utterly ridiculous.
We only know that our hearts are touched when we hear Wolfgang moving solo on the alto,
David´s bass and Jon´s tuba. It is a great combination of musicians. On one hand, there are the „old pros“ with whom i worked on similar projects in the 60´s and 70´s. On the other hand, there are musicians of a new generation. This is proof of the timeless of what is taking place here. Hats off to Valdinho who is always capable of bringing a variety of musical currents together in a seeminglyeffortless way.


  Al Di Meola
 Fragments Of A Journey     „ ..a great CD“..


   Stereoplay
„Variety“
Intensiv mit der Musik anderer Kulturen hat sich
 Valdinho Langer beschäftigt. Das hört man den Stücken
des österr. Gitarristen auch an. Um für „Variety“ eine bunte
Mischung zu kreieren hat er zwei indische Musiker,
einen kroatischen Geiger, den Amerikaner David Friesen
(Bass) und Landsleute wie den Saxofonisten Wolfgang
Puschnig eingeladen. Mit ihnen spielt er in den
unterschiedlichsten Kombinationen, mal in bester Shakti-
Manier, dann wie in einem buntschillernden Basar, mal
deckt er seine europäischen Wurzeln auf oder wagt einen
Trip nach Südamerika.